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Fahrzeugbranding im Härtetest

Anmerkung der Redaktion: Hierbei handelt es sich lediglich um einen Auszug. Den vollständigen Beitrag finden Sie in der werbetechnik-Ausgabe 3 2026 auf Seite 42 bis 47.


Lesedauer: circa 2 Minuten


Fünf Jahre? Sieben Jahre? Bis zu zehn Jahre? Haltbarkeitsangaben für Fahrzeugfolien klingen präzise – sind in der Praxis jedoch immer das Ergebnis eines Zusammenspiels aus Material, Verarbeitung und Einsatzbedingungen. Für Flottenbetreiber stellt sich deshalb weniger die Frage, was ein Produkt verspricht, sondern unter welchen Bedingungen diese Versprechen tatsächlich gelten. Fahrzeugfolierung hat sich im gewerblichen Einsatz längst vom reinenGestaltungsmittel zum technisch anspruchsvollen Performance- Produkt entwickelt. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an belastbare Aussagen zur Lebensdauer.


Vom Labortest zur Realität

In einem Punkt herrscht branchenweit Einigkeit: Die Haltbarkeit von Fahrzeugfolien lässt sich nicht allein im Labor bestimmen. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus standardisierten Prüfverfahren und realitätsnaher Anwendung unter Praxisbedingungen. „Unsere Fahrzeugfolien werden nicht nur entwickelt – sie werden auf Herz und Nieren geprüft. Denn echte Qualität zeigt sich erst im Alltag“, sagt Dr. Jonas Kölsch, Strategic Sales Manager bei Orafol. Das Unternehmen simuliert dabei sowohl extreme Witterungseinflüsseals auch mechanische Belastungen durch Waschstraßen oder Steinschlag. Doch selbst umfangreiche Tests unter kontrollierten Bedingungen stoßen an ihre Grenzen. Ergänzend setzt die Branche daher zunehmend auf Praxiserprobung unter realen Einsatzbedingungen. „Neben umfassenden Labortests, einschließlich beschleunigter Alterungstests, führen wir Beta-Feldversuche in allen Klimazonen über längere Zeiträume durch“, erklärt Shane Liebenberg, Senior Product Market Manager EMEAI bei Arlon. Parallel dazu bleiben normierte Prüfverfahren die Grundlage für eine Vergleichbarkeit innerhalb der Branche. Jens Claaßen, Senior Business Development Manager bei Avery Dennison, verweist auf Tests nach gängigen Standards wie ISO 534, ISO 2813, FINAT, DIN 53455 sowie SAE 1960 zur künstlichen Bewitterung, um die Haltbarkeit unter definierten beziehungsweise reproduzierbaren Bedingungen zu bewerten. Erst das Zusammenspiel aus normierten Laborprüfungen und realer Anwendung macht belastbare Aussagen zur Haltbarkeit möglich. Isoliert betrachtet ist keiner der beiden Ansätze ausreichend, um die Performance von Fahrzeugfolien vollständig abzubilden.


Regina Pawlowski

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