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Mesh-Kalkulation

Anmerkung der Redaktion: Hierbei handelt es sich lediglich um einen Auszug. Den vollständigen Beitrag finden Sie in der werbetechnik-Ausgabe 3 2026 auf Seite 08 bis 13.


Lesedauer: circa 4 Minuten


Textil ist im Bereich Messe, Event und Ladenbau für viele Anbieter das Material überhaupt. Gerade im Messebau bietet es mit geringem Gewicht und flexibler Gestaltungsmöglichkeit für den Kunden – insbesondere bei Termindruck – eine attraktive, effiziente, nachhaltige und wirtschaftliche Inszenierungsmöglichkeit. Kampagnen müssen kalkuliert und die unterschiedlichen Kostenfaktoren berücksichtigt werden. Unsere Experten-Runde hängt im übertragenen Sinne hier die Fahne in den Wind und zeigt, worauf es bei einer Misch-Kalkulation mit Blick auf Mesh und More zu achten gilt. Michael Bete, Head of Business Development der Procedes Group, setzt auf Verlässlichkeit: „Wir sind hier immer im Projektgeschäft unterwegs und verkaufen primär Sicherheit.“ Eine Messe habe einen Starttermin, den keiner verschieben könne. Die Textilgrafiken sind seiner Beschreibung nach „das Gesicht des Standes“, also das Erste, was der Kunde sieht, wenn er den Stand betritt. Er weiß: „Die Textilgrafiken machen das Wow-Erlebnis bei einem Stand. Sie sind aber oft die letzten Elemente, die produziert werden.“ Der Preis sei natürlich wichtig, aber die Sicherheit, die Banner zum gewünschten Termin in einer Top-Qualität zu bekommen, sei viel entscheidender.


Besonderheiten einpreisen

Preisunterschiede gibt es bei Druckträgern je nach Anbieter und Anwendung und dem dafür passenden Textil, in blickdicht, lichtdurchlässig, transparent, hinterleuchtet oder einem Mesh für den Outdoor-Bereich. Auch wenn bei Jürgen Wettling, Innendienst Key Account & Supplier Manager der Stemmler Display Group, textile Werbeträger eher selten gefragt sind und sein Unternehmensschwerpunkt Displays aus Voll- und Wellpappe sind, hat er Erfahrung: „Jede Produktion verursacht Fixkosten – unabhängig davon, ob ein oder 1.000 Stück gefertigt werden.“ Die Auflagenhöhe sei aber auf jeden Fall ein entscheidender Kostenfaktor, ebenso wie die Größe, also ob beispielsweise aus dem Rohmaterial ein oder vier Produkte gefertigt werden könnten. Zu Beginn der Produktion seien darüber hinaus Maschinen einzurichten; je nach Ausführung betreffe dies auch die Klebestation, Näharbeiten oder das Einrichten von Ösen. Für Glenn Godvliet, Sales Manager, Interflag, basiert die Kalkulation auf der Stärke der Spezialisierung: „Durch unseren klaren Fokus sind wir in der Lage, unsere gesamte Produktion auf eine einzige Produktgruppe auszurichten. Dies ermöglicht eine tiefgreifende Prozessoptimierung.“ Die daraus resultierende Effizienz senke die Kosten erheblich, sodass man den Wiederverkäufern unabhängig von Auflage oder Konfektionierung immer attraktive Konditionen für europäische Qualitätsware bieten könne. Hüsamettin Alici, Geschäftsführer, alato, unterstreicht: „Bei textilen Werbeträgern – ob Beachflags, Textilbanner, Leuchtkästen mit Textiloberfläche oder Zipperwände für Messe- und Ladenbau – sind die zentralen Kostenfaktoren das Material selbst, die Druckmenge und der Veredelungsgrad.“ Seit 2002 in diesem Segment aktiv, kenne man die Stellschrauben sehr genau: „Mit steigendem Auftragsvolumen sinken die Stückkosten spürbar, da Rüst- und Materialkosten auf mehr Einheiten verteilt werden.“ Die Materialwahl habe dabei direkten Einfluss auf den Endpreis.


Bettina Sewald

Kostenloses Testexemplar der werbetechnik
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