Anmerkung der Redaktion: Hierbei handelt es sich lediglich um einen Auszug. Den vollständigen Beitrag finden Sie in der werbetechnik-Ausgabe 2026 auf Seite 8 bis 13.
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Der Markt für UV-Drucksysteme befindet sich im Wandel. Steigende Anforderungen an Produktivität, Flexibilität und Liefergeschwindigkeit treffen auf neue Anwendungsfelder wie Interior Decoration, Retail Graphics oder industrielle Druckanwendungen. Entsprechend wächst die Nachfrage nach Produktionssystemen, die unterschiedliche Applikationen wirtschaftlich auf einer Plattform abbilden und sich flexibel in bestehende Produktionsprozesse integrieren lassen. Dabei verändert sich auch die Art und Weise, wie Investitionsentscheidungen getroffen werden. Während früher häufig technische Leistungsdaten oder Anschaffungskosten im Vordergrund standen, rücken heute Gesamtproduktivität, Prozesssicherheit und Automatisierung stärker in den Fokus. „Investitionen werden heute zunehmend nicht nur unter TCO-Aspekten, sondern auch unter dem Gesichtspunkt der Gesamtproduktivität betrachtet. Im Fokus stehen nicht einzelne Maschinen, sondern integrierte Produktionsumgebungen, die Automatisierung, Workflow-Integration und Prozesssicherheit miteinander verbinden“, sagt Jens-Peter Willms, Senior Product Business Developer bei Canon Deutschland. Parallel dazu zeichnet sich eine Marktbereinigung ab. Nach Jahren eines stetig wachsenden Angebots wird der Wettbewerb intensiver, erste Konsolidierungstendenzen werden sichtbar. „Der Markt reguliert sich“, bringt es Achim Herzog, Geschäftsführer von swissqprint Deutschland, auf den Punkt.
Was Anwender erwarten
Mit den Veränderungen des Marktes steigen auch die Erwartungen der Anwender. Gefragt sind längst nicht mehr ausschließlich hohe Druckgeschwindigkeiten oder eine exzellente Bildqualität. Vielmehr müssen moderne UV-Drucksysteme wirtschaftlich arbeiten, zuverlässig produzieren und sich nahtlos in digitalisierte Produktionsumgebungen integrieren lassen. Aus Sicht von swissqprint bleiben dabei die klassischen Leistungsmerkmale zwar unverändert wichtig, werden jedoch um wirtschaftliche und digitale Aspekte ergänzt. „Qualität, Produktivität und Vielseitigkeit sind immer ein Thema. Ebenso rückt das Total Cost of Ownership stärker in den Fokus. Kunden erwarten heute ein absolut zuverlässiges und ausgereiftes System mit niedrigen Betriebskosten und hoher Verfügbarkeit. Qualität und Produktivität werden insbesondere im höheren Investitionsbereich vorausgesetzt. Zunehmend gefragt sind zudem Möglichkeiten der digitalen Anbindung, etwa über OPCUA-Schnittstellen für Automationssysteme“, erläutert Roberto Zinser, Key Account Manager bei swissqprint. Ein weiterer Aspekt: Das Thema Nachhaltigkeit entwickelt sich zunehmend zu einem Entscheidungskriterium. Druckdienstleister erwarten heute Systeme, die unterschiedlichste – auch nachhaltige – Materialien zuverlässig verarbeiten und gleichzeitig die eigenen Umweltziele unterstützen. Und auch der Beratungsbedarf wächst, da viele Unternehmen ihre Produktionsumgebungen derzeit neu ausrichten und nicht mehr nur einen Maschinenlieferanten suchen, sondern einen Partner, der sie bei Workflow- Gestaltung, Automatisierung und Prozessoptimierung begleitet, wie Jens-Peter Willms ergänzt.
Regina Pawlowski

