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Vom Auftrag zum Output

Anmerkung der Redaktion: Hierbei handelt es sich lediglich um einen Auszug. Den vollständigen Beitrag finden Sie in der werbetechnik-Ausgabe 2026 auf Seite 20 bis 27.


Lesedauer: circa 2 Minuten


Die Digitalisierung im Signmaking beginnt nicht erst an der Druckmaschine, sondern bereits dort, wo Kundenanfragen in konkrete Aufträge überführt werden. Moderne MIS- und ERP-Systeme übernehmen dabei weit mehr als klassische Verwaltungsaufgaben: Sie fungieren als digitale Schaltzentrale, verknüpfen kaufmännische Prozesse mit der Produktion, bündeln Informationen aus unterschiedlichsten Quellen und schaffen die Grundlage für automatisierte Abläufe entlang der gesamten Wertschöpfungskette und ermöglichen eine durchgängige Steuerung von der Angebotserstellung bis zur Auslieferung. „Ein modernes MIS-/ERP-System ist der Ort, an dem kommerzielle, technische, operative und finanzielle Informationen zusammenlaufen“, beschreibt Dirk Deroo, Gründer und CEO von Dataline, die zentrale Rolle dieser Systeme.

Während Angebote, Kalkulationen, Produktionsplanung und Rechnungswesen früher häufig in voneinander getrennten Anwendungen verwaltet wurden, greifen heute zunehmend alle Unternehmensbereiche auf eine gemeinsame Datenbasis zu. Das schafft Transparenz, reduziert Medienbrüche und bildet die Grundlage für durchgängige, automatisierte Prozesse.


Alle Daten auf einen Blick

Das beginnt bereits bei der Auftragserfassung. Bestellungen sollen möglichst nur einmal erfasst werden und anschließend ohne erneute Eingaben durch den gesamten Produktionsprozess bereitstehen. Die Software übernimmt dabei Kunden- und Auftragsdaten und führt Materialinformationen, Produktionsdateien, Termine oder Bearbeitungsstände automatisch in die weitere Prozesskette ein. „Entscheidend ist eine zentrale, einheitliche Auftragsdatenbasis“, betont Sacha-Vittorio Paolucci, Head of Sales bei Onevision. Nur wenn alle Beteiligten mit denselben Informationen arbeiten, lassen sich Fehler vermeiden. Auch Sascha Günther hält dies für den entscheidenden Ansatz. Aufträge könnten heute bereits automatisiert aus PDF-Dokumenten oder anderen digitalen Quellen übernommen und während der Erfassung um sämtliche produktionsrelevanten Informationen ergänzt werden, erklärt der Geschäftsführer von Günther Business Solutions. Daraus entstehe ein durchgängiger digitaler Prozess, der von der Auftragserfassung bis zur Produktionsauswertung reiche. Ähnlich beschreibt Peter Eze, Director of Global Revenue and Marketing bei Onyx Graphics, die Rolle moderner Rip-Anbindungen: Entscheidend sei nicht, wo ein Auftrag entstehe, sondern dass derselbe Datensatz ohne Medienbrüche bis in die Produktion genutzt werde. Immer häufiger beginne dieser Prozess bereits direkt beim Kunden über Web-to-Print-Portale.


Rudi Stallein


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